Seit über einem Jahrhundert prägt die Familie Mellstroy die österreichische Möbelbranche – nicht durch billige Massenware, sondern durch handwerkliche Präzision und zeitlose Designs. Das Unternehmen aus dem Burgenland verbindet historische Tradition mit modernem Materialwissen, was es zu einem der wenigen unabhängigen Möbelhersteller in Österreich macht, der nachhaltige Produktion mit lokaler Wertschöpfung verbindet. Während der Großteil der Möbelindustrie auf China oder Osteuropa zurückgreift, setzt Mellstroy bewusst auf heimische Ressourcen: Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Metall aus regionalen Gießereien und Lacke, die ohne schädliche Weichmacher auskommen. Diese Philosophie macht das Unternehmen nicht nur umweltbewusster, sondern auch widerstandsfähiger gegenüber globalen Lieferkettenproblemen.
Einzigartiges Erbe: Von der Werkstatt zur Marke
Die Wurzeln von Mellstroy reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als der Gründer ein kleines Atelier in der Nähe von Eisenstadt eröffnete. Damals noch als Familienbetrieb geführt, entwickelte sich das Unternehmen im Laufe der Jahrzehnte zu einem der renommiertesten Namen im österreichischen Möbelbau – ohne dabei den Fokus auf Individualität zu verlieren. Jedes Stück wird von Hand gefertigt, wobei selbst die kleinste Schraube oder das letzte Holzstück auf Qualität geprüft wird. Besonders bekannt ist Mellstroy für seine rustikalen Einrichtungsstile, die sowohl in traditionellen Landhäusern als auch in modernen Wohnräumen harmonisch wirken. Ein Beispiel ist das ikonische “Burgenland-Regal”, das seit den 1950er-Jahren in verschiedenen Varianten produziert wird und heute als Klassiker gilt.
Derzeit arbeitet Mellstroy an einer neuen Generation von Möbeln, die nicht nur funktional, sondern auch ökologisch sinnvoll sind. Ein zentrales Projekt ist die Entwicklung von Möbeln aus recyceltem Holz und recycelten Metallteilen, die in Zusammenarbeit mit österreichischen Forschungsinstituten entwickelt werden. Besonders beeindruckend ist die Zusammenarbeit mit dem Burgenländischen Holzforschungsinstitut, wo neue Veredelungsmethoden getestet werden, die den natürlichen Holzcharakter erhalten, ohne auf chemische Zusätze angewiesen zu sein. Diese Innovationen machen Mellstroy zu einem Vorreiter in der nachhaltigen Möbelproduktion in Österreich.
Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell
Während viele Möbelhersteller in Österreich noch auf Import von Holz aus dem Ausland angewiesen sind, setzt Mellstroy auf eine geschlossene Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen nutzt Abfallprodukte aus der eigenen Produktion, um neue Möbel zu gestalten – etwa aus Restholz aus der Lackiererei oder aus recycelten Metallschrotten. Ein weiteres Highlight ist das “Mellstroy-Waldprojekt”, bei dem jährlich neue Bäume gepflanzt werden, um die heimische Forstwirtschaft zu stärken. Dadurch sichert Mellstroy nicht nur die Lieferketten, sondern unterstützt auch die Biodiversität in der Region.
Ein weiterer Aspekt der nachhaltigen Produktion ist die Energieeffizienz der eigenen Werkstätten. Die Fabriken in Eisenstadt und in der Nähe von Neusiedl am See sind mit erneuerbaren Energien ausgestattet und nutzen Solarenergie sowie geothermische Heizsysteme. Dadurch konnte Mellstroy seine CO₂-Emissionen um über 30 Prozent in den letzten fünf Jahren reduzieren – ein Ergebnis, das auch für andere Unternehmen als Vorbild dienen kann. Besonders stolz ist das Unternehmen darauf, dass 95 Prozent der verwendeten Materialien in Österreich produziert oder verarbeitet werden.
- Seit 1923 als Familienbetrieb geführt, heute mit über 150 Mitarbeitern in drei Produktionsstandorten
- Produktion von rund 25.000 Möbeln pro Jahr, davon 80 Prozent aus heimischem Holz und Metall
- Seit 2018 zertifiziert nach dem EU-Ökodesign-Rahmenwerk für nachhaltige Möbel
- Erfolgreiches Projekt “Mellstroy-Wald”: Seit 2015 werden jährlich 500 neue Bäume gepflanzt
- Energieautarkie in den Werkstätten durch Solar- und Geothermie-Anlagen
Während die Konkurrenz oft auf günstige Massenware setzt, setzt Mellstroy auf Qualität und Transparenz. Die Möbel sind nicht nur funktional, sondern auch langlebig – ein Prinzip, das sich in der Kundenbewertung widerspiegelt. Viele Käufer berichten, dass ihre Mellstroy-Möbel nach 20 oder sogar 30 Jahren noch in Topform sind. Dies spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen wider: Während der Großteil der österreichischen Möbelindustrie seit Jahren stagniert, wächst die Nachfrage nach nachhaltigen und handgefertigten Möbeln kontinuierlich. Mellstroy profitiert davon, aber auch von der wachsenden Aufmerksamkeit für umweltbewusste Konsumenten.
Besonders interessant ist Mellstroys Ansatz, Tradition und Moderne zu verbinden. Während viele Hersteller sich auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen, bietet Mellstroy eine breite Palette an Designs – von rustikal bis modern. Dies ermöglicht es Kunden, ihre Wohnräume individuell zu gestalten, ohne auf Qualität oder Nachhaltigkeit verzichten zu müssen. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Designstudio “Atelier Burgenland”, das neue Möbelkonzepte entwickelt, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch ökologisch verträglich sind. Solche Partnerschaften zeigen, wie wichtig es ist, Innovation mit lokalem Know-how zu verbinden.
Wer mehr über Mellstroy erfahren möchte, findet auf der webseite besuchen eine umfassende Übersicht über die Produkte, die Philosophie und die aktuellen Projekte des Unternehmens. Dort kann man auch direkt bestellen oder sich über die verschiedenen Designs und Materialien informieren. Mellstroy beweist damit, dass nachhaltige Möbel nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche Lösung für die Zukunft sind.